ADSDiagnoseDie Diagnose wird anhand der klinischen Auffälligkeiten gestellt. Grundsätzlich müssen für die Diagnose ADS mehrere genau differenzierte Symptome mindestens sechs Monate lang, auch in verschiedenen Situationen, bestanden haben. Verhaltensbeobachtungen der Eltern und der behandelnden Ärztin sowie Fragebögen, die Eltern, Kindergärtnerinnen und Lehrer ausfüllen, und spezielle Tests hinsichtlich der Ablenkbarkeit untermauern die Verdachtsdiagnose.Wichtig ist es, die Symptome richtig zu deuten, da viele andere Erkrankungen mit ähnlichen Beschwerden einhergehen. Daher muss das ADS von Störungen wie einer Depression oder Angsterkrankung, von einer Manie, von Störungen des Sozialverhaltens oder Auffälligkeiten aufgrund verminderter Intelligenz abgegrenzt werden. Zudem ist zu klären, ob das Kind wegen einer aktuellen Belastung derart reagiert oder eventuell an einer Lese-, Rechtschreib- oder Rechenstörung leidet. Auch hochbegabte Kinder können aufgrund der Schwierigkeiten, die sie im Umgang mit Schule und Lernen haben können, hyperaktiv reagieren. Zudem kann auch eine belastende Familiensituation eine Rolle spielen. |